Bachelor Informatik
Eckpunkte
Der konsekutive Studiengang Informatik wurde am 29.9.2006 durch die ASIIN akkreditiert. (ASIIN - Akkreditierungsagentur für Studiengänge der Ingenieurwissenschaften, der Informatik, der Naturwissenschaften und der Mathematik e.V.)
| Akademischer Grad | Bachelor of Science, Abk. B.Sc. |
|---|---|
| Regelstudienzeit | 6 Semester |
| Voraussetzung | Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife, Fachhochschulreife, Berechtigung zum Studium gemäß SächsHG § 13 Abs. 11 oder eine vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus als gleichwertig bestätigte Hochschulzugangsberechtigung |
Profil des Studiengangs
Informatik ist die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung und Bereitstellung von Informationen, weitgehend automatisiert mit Hilfe des Computers und der Netzwerke. Die Informatik wirkt heute in nahezu alle Lebensbereiche hinein, insbesondere Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Technik. Beispielhaft seien folgende Anwendungsfelder genannt:
- Informationsdienste und Datenbanken
- Steuerung von Industrieanlagen
- Steuerung von medizinischen Operationsmaschinen und von Prothesen
- Gestaltung der weltweiten multimedialen Information und Kommunikation
- Dienste des eCommerce und eBusiness
- eGovernment
- Sicherstellung der Grundlagen der Medienindustrie
Der Studiengang Informatik vermittelt Kenntnisse und Fähigkeiten, Prozesse zu gestalten und zu beherrschen, die in den verschiedensten Anwendungsgebieten auf die rasche und korrekte Verarbeitung von Informationen angewiesen sind. Er vermittelt insbesondere eine Denkweise in Hard- und Softwarearchitekturen und schult systematisches Vorgehen in Entwicklungsprozessen von IT-Lösungen und Anwendungssoftware.
Ziel ist der Erwerb eines ersten berufsqualifizierenden Abschlusses auf dem Gebiet der Informatik. Der Bachelorstudiengang Informatik bietet ein wissenschaftlich fundiertes, breites und sicheres Grundwissen zur Informatik, wobei besonderer Wert auf eine gründliche Ausbildung auf mathematischem und physikalischem Gebiet und zu Grundlagen der Informatik gelegt wird. Im Grundstudium werden mindestens zwei Programmiersprachen systematisch erlernt. Es wird große Flexibilität bei der Gestaltung ihres Studiums geboten: Studierende können ab dem 4. Semester ein stärker softwareorientiertes Profil (Software und parallele Programmierung) oder ein technikorientiertes Profil (Technische Informatik) als Wahlpflichtbereich wählen. Die Absolventen sind befähigt, sich selbstständig in neue Gebiete oder Aufgaben tief einzuarbeiten, Probleme formal zu beschreiben, Hardware und Software zu guten IT-Gesamtlösungen in modernen Architekturen zu verbinden und anspruchsvolle Software zu erstellen. Sie haben sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt in unterschiedlichen Einsatzprofilen. Der Bachelorstudiengang ist eine sehr gute Grundlage für ein anschließendes erfolgreiches Masterstudium in unterschiedlichen Richtungen. Er kann der erste Schritt auf dem Weg zu einer Promotion sein.
Informatik ist interessant und spannend. Bei schwierigen Problemen sind Hartnäckigkeit und Ausdauer gefragt. Es wird viel im Team gearbeitet. Fast immer ist kooperativ zusammen mit den zukünftigen Anwendern eine Lösung zu schaffen. Daher sind Informatiker kommunikativ, integrationsfähig, zielstrebig und belastbar. Auch diese Eigenschaften werden im Studium gefördert und gefordert.
Berufsbild des Informatikers
Informatik als praxisorientierte technisch-wissenschaftliche Disziplin mit weltweit wachsendem Marktanteil eröffnet gut ausgebildeten Fachleuten national und international ausgezeichnete berufliche Entwicklungschancen, und zwar hauptsächlich
- in Unternehmen, die Software und/oder Hardware herstellen und/oder vertreiben
- in Unternehmen mit computergestützten Produktionsprozessen und Datenverarbeitungsprozessen (Industrie, Handel, Banken, Versicherungen)
- in Beratungs- und Consultingunternehmen
- in der Aus- und Weiterbildung zu Informationstechnologien und ihrem Einsatz
- in der Medienindustrie.
Bei gutem Bachelorabschluss ist die Aufnahme eines weiterführenden Masterstudiums möglich, durch die Akkreditierung des Studienganges an den meisten Fachhochschulen und Universitäten des In- und Auslandes. Auch eine spätere Fortsetzung der Ausbildung mit einer Promotion ist möglich.
Aufbau des Studiums
| Grundstudium | 1. bis 3. Semester |
|---|---|
| Hauptstudium | 4. bis 6. Semester |
| Praktisches Studiensemester | 6. Semester |
| Bachelor- Arbeit mit Kolloquium | 6. Semester |
Das Studium ist modular aufgebaut. Jedes Modul wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Für bestandene Modulprüfungen werden ECTS-Punkte (European Credit Transfer System) vergeben, deren Anzahl sich am Gesamtaufwand orientiert, der von dem Studenten für das Modul erbracht werden muss.
Für die praktische Arbeit stehen u.a. der SUN-Solaris-/Linux-Pool, der Multimedia-Pool, der Informatik-Pool, das Hardwarelabor, das Experimentallabor und der Linux-Pool der Fachschaft zur Verfügung.
Im Grundstudium beschäftigen sich die Studenten mit Informatikgrundlagen wie Algorithmen und Datenstrukturen, Datenbanken, Digitaltechnik und Rechnersystemen und natürlich mit Programmierung in mindestens zwei Programmiersprachen. Dazu kommen eine fundierte mathematische und physikalische Ausbildung und eine fachspezifische Vertiefung der englischen Sprache. Alle Module des Grundstudiums sind Pflichtmodule.
Im Hauptstudium ermöglichen Wahlpflichtmodule neben den Pflichtmodulen der jeweiligen Studienrichtung eine Vertiefung der Ausbildung nach Interessenlage. Großes Gewicht wird im gesamten Studium auf die eigenverantwortliche Bearbeitung von Projekten (zum Teil im Team) gelegt, die einen großen Zeitumfang einnehmen. Auf Wunsch kann der Besuch von einzelnen Wahlpflichtfächern aus anderen Studiengängen vom Prüfungsausschuss genehmigt werden. Das sechste Semester ist das Praktische Studiensemester. Darin sind ein Praxisprojekt im Gesamtumfang von mindestens 12 Wochen zu bearbeiten und die Bachelorarbeit anzufertigen. Die Bachelorarbeit ist in einem Kolloquium zu verteidigen. Das Praxisprojekt wird in der Regel in einem Unternehmen oder einer Forschungseinrichtung absolviert, wobei die HTWK auf zahlreiche produktive Kontakte verweisen kann.
Es besteht auch die Möglichkeit, im Hauptstudium zeitweise an einer ausländischen Hochschule zu studieren und dort einzelne Module abzuschließen, die für das Studium anerkannt werden können. Die Bewertung mit ECTS-Punkten erleichtert einen Wechsel des Studienortes und die Anerkennung von Studienleistungen, die außerhalb der HTWK Leipzig erbracht werden. Unterstützung erhalten die Studierenden auf Anfrage vom Akademischen Auslandsamt der HTWK und vom Auslandsbeauftragten der Fakultät.
Studienfächer
Informationen über Gliederung des Lehrangebots der Semester und über die konkreten Inhalte der Module entnehmen Sie bitte der folgenden Seite:
Studienordnungen und Modulkataloge
Weitere Informationen zu den Modulen und ihren Inhalten finden Sie auf den persönlichen Webseiten der Dozentinnen und Dozenten oder im eLearning-Angebot OPAL.
Kontaktinformationen
| Studienfachberatung | Prof. Dr. rer. nat. Karsten Weicker |
|---|---|
| Telefon | 3076-6395 |
| Fax | 3076-6381 |
| weicker@imn.htwk-leipzig.de |
Besucher:
Zuse-Bau
Gustav-Freytag-Str. 42A
04277 Leipzig
Postanschrift:
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig
Fakultät Informatik, Mathematik und Naturwissenschaften
Postfach 30 11 66
04251 Leipzig
Mögliche anschließende Masterstudiengänge an der HTWK:

