Medieninformatik
Bachelorstudiengang/Masterstudiengang
Von diesem Gesichtspunkt ausgehend ist die Medieninformatik stark interdisziplinär angelegt. Ihr Einsatz und ihre Weiterentwicklung verlangen vor allem kommunikativ veranlagte und vielseitig gebildete Menschen. |
Neben dem Begriff Multimedia in seinen zahlreichen konkreten Ausprägungen spielen Wissensgebiete wie Mensch-Maschine-Interaktion, Medientheorie, Medienökonomie, Mediengestaltung, Psychologie und Mediendidaktik im Alltag von Medieninformatikern eine große Rolle, in wechselnder Zusammensetzung. Der Computer wird zunehmend als aktives und flexibles Medium in der Kommunikation der Gesellschaft und in den Informations- und Arbeitsprozessen verstanden. Interaktive Informationssysteme sind eine Erscheinungsform dafür.
An der Fakultät IMN werden im Studiengang Medieninformatik wahlweise Kompetenzen in Richtung Audio- und Videoeinsatz, Webtechnologien, Virtuelle Realität und 3D-Techniken und Lernmanagement vermittelt, unter anderen Angeboten. Ab Wintersemester 2013/2014 wird als neue Studienrichtung im Studiengang die Bibliotheksinformatik in Kooperation mit dem Studiengang Bibliotheks- und Informationswissenschaften angeboten.
Voraussetzung einer langjährigen produktiven und erfolgreichen Beschäftigung mit Medieninformatik ist eine nachhaltige Grundausbildung auf dem Gebiet der Informatik und in angrenzenden Teildisziplinen anderer Wissenschaften. Diese Grundausbildung ist die Voraussetzung für lebenslange Lernprozesse und gute Berufschancen auch im fortgeschrittenen Berufsalter. Der konsekutive, akkreditierte Studiengang Medieninformatik gliedert sich in ein dreijähriges Bachelorstudium mit einem nachfolgenden zweijährigen Masterstudium. 2001 wurde der Bachelorstudiengang erstmals von der Fakultät angeboten. Im Laufe der Jahre wurden viele Erfahrungen gesammelt, und das Lehrangebot wurde mehrfach qualitativ umgestaltet. Für die Details sei auf die nachfolgenden Seiten und auf die Studienordnungen bzw. Modulkataloge verwiesen.
Medieninformatik und Bibliotheksinformatik als praxisorientierten technisch-wissenschaftlichen Disziplinen mit weltweit wachsendem Marktanteil eröffnen gut ausgebildeten Fachleuten international ausgezeichnete berufliche Einsatz- und Entwicklungschancen. In der Medieninformatik sind dies hauptsächlich Unternehmen, die medienrelevante Software oder Hardware herstellen oder vertreiben; Unternehmen der Büro- und Telekommunikation; Unternehmen für e-Business und e-Commerce; Audio- und Videostudios; Unternehmen der Unterhaltungsindustrie; Beratungs- und Consultingunternehmen; Media- und Werbeagenturen; Unternehmen der Aus- und Weiterbildung mit modernen Medien; sowie in medial orientierten Bereichen von Wissenschaftseinrichtungen. In der Bibliotheksinformatik sind große Bibliotheken und Informationseinrichtungen, Rechenzentren mit verwalteten Wissensspeichern, sowie Anbieter von Informationssystemen potentielle Arbeitgeber. Aber auch Bibliotheken selbst suchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit vertieften Informatikkenntnissen.

