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Sperrvermerk oder Offenlegungsvermerk

War bis 2017 gültig, dann gab es neue Vorschriften (s. Fettdruck kursiv als Hinweise):

Juristisch ist der Autor einer Graduierungsarbeit berechtigt, gegenüber der Ausbildungsinstitution einseitig und juristisch bindend zu verfügen, dass die eingereichten Exemplare der Graduierungsarbeit ausschließlich zu Prüfungszwecken genutzt werden dürfen. Dies berührt nicht sein Urheberrecht, da das sowieso bei selbständiger Anfertigung der Graduierungsarbeit per Urheberrechtsgesetz (UrhG) beim Autor liegt. Vielmehr darf durch einen Sperrvermerk die Graduierungsarbeit nur zu Prüfungszwecken genutzt werden und unterliegt danach dem Dienstgeheimnis, wozu Gutachter und Betreuer des staatlichen Hochschulwesens dienstrechtlich per Arbeitsvertrag verpflichtet sind. Auswärtige Gutachter können ggf. nur zivilrechtlich vom Autor zur Einhaltung des Sperrvermerks verpflichtet werden, falls keine entsprechende vertragliche Bindung über Praktikums- und Arbeitsverträge besteht.

Der Sinn des Sperrvermerks besteht darin, die Einhaltung der in anderen Verträgen des Autors eingegangenen Geheimhaltungsverpflichtungen zu wahren und evtl. Geschäftsideen oder patentrechtlich relevante Ideen vor der Offenlegung (zeitweilig) zu schützen.
Seit April 2018 sind der Autor bzw. die Autorin der Graduierungsarbeit und ggf. der Praktikumsbetrieb verpflichtet, die Absicht der Anbringung eines Sperrvermerks bei Anmeldung des Themas der Graduierungsarbeit per ausgefülltem Formular im Prüfungsamt anzumelden! 

Ein Sperrvermerk kann auch zeitlich befristet werden, wobei die Aufbewahrungsfrist von Prüfungsunterlagen gesetzlich 10 Jahre beträgt. Ein Sperrvermerk kann auch explizit auf Teile der Arbeit, die zu beschreiben wären, eingeschränkt werden. In der Tendenz drängen Hochschulen verstärkt auf zeitliche Befristung oder auf inhaltliche Einschränkung von Sperrvermerken auf Graduierungsarbeiten. An der Fakultät IMN sind 5 Jahre Befristung die Norm.

Alternativ kann die Graduierungsarbeit auch explizit durch Offenlegungsvermerk zum Allgemeingut unter Verweis auf einschlägige Rahmenbedingungen erklärt werden (Creative Commons License, Gnu Public License und andere Rechtsformen).

Die Formulierung des Sperrvermerks ist seit 2018 per Formular vorgegeben.

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