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Der gute Geist der Chemie

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Weihnachstvorlesung 2017 / Foto: HTWK

36 Jahre im Dienst der Hochschule und der Studierenden – Uta Greif geht in den Ruhestand

Wer kennt sie nicht? Die „heimliche Chefin“ diverser chemischer Weihnachtsvorlesungen und anderer Experimentalveranstaltungen? Eine, die lieber im Hintergrund blieb, aber tatsächlich alle Fäden in der Hand hielt? Von der Vorbereitung bis zur akribischen Planung der Vorführung achtete sie auch noch darauf, dass die agierenden Personen nicht doch im Überschwang der Emotionen die elementarsten Arbeitsschutzvorkehrungen missachteten.

Seit 1983 an der Technischen Hochschule war Uta Greif zunächst für die Beschaffung in der Fachgruppe Chemie zuständig. Für diese plante sie auch die Ausstattung des LNW-Gebäudes viele Jahre später, „ein durchdachtes, praktisches Gebäude, in dem das Arbeiten Spaß macht“, wie die Kollegen sagen. Dabei war es auch schon mal notwendig, den offiziellen Dienstweg zu umgehen und mit dem Architekturbüro direkt Kontakt aufzunehmen. Aber auch das zeichnet Frau Greif aus. Wenn es sein muss, wird sie zur Kämpferin, um Entscheidungen und Maßnahmen die dem gesunden Menschenverstand und den Interessen von Studierenden und Hochschulmitarbeitern widersprechen zu verhindern und praxistaugliche Lösungen zu befördern.

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Das Team der HTWK 25 - Experimentalshow mit Uta Greif, 2.v.l. / Foto: privat

Später kamen dann Aufgaben direkt in der Lehre dazu, wie die Vorbereitung und teilweise auch die Durchführung von Vorlesungsversuchen und die Betreuung von Studierenden in Praktika. Hier standen für sie stets deren Interessen im Fokus. Konsequent aber immer zur Hilfe bereit, so haben sie Generationen von Studierenden in Antestaten erlebt. So mancher war hinterher dankbar, wenn er oder sie das Testat zwar nicht bestanden hatten, dank Crash-Kurs in chemischer Nomenklatur und rechtzeitiger Rückmeldung des Leistungsstandes, dann später die Klausur aber erfolgreich gemeistert wurde. Ihre Aufgabe als Ersthelferin führte außerdem auch schon mal dazu, dass sie mit einem Studierenden, der morgens um 11 Uhr kreidebleich im Praktikum stand, zum Frühstücken in die Mensa ging, da er berichtet hatte, noch nichts gegessen und getrunken zu haben. Dieser Student konnte übrigens danach frisch gestärkt sein Praktikum fortsetzen.

Wir Kollegen danken einer immer freundlichen und unkomplizierten Mitarbeiterin, die allem Neuen stets aufgeschlossen und mit vollem Elan gegenübertritt, für Späße zu haben ist und gern lacht. Auch wenn, wie z.B. Prof. Stich berichtet, beim Aufbau und der Vorbereitung von Demonstrationsexperimenten in verschiedenen Räumen schon mal im Eifer des Gefechts, die Schlüsselbunde verwechselt wurden und dann wahlweise er oder sie vor verschlossenen Türen standen.